Atelier für mehr Lebendigkeit & Durchblick

„Die wahren Künstler sind die,
die eine neue Realität schaffen.“

Platon

Philosophie

Schon vor 100 Jahren hat die Quantenphysik das materialistische Weltbild auf ihre Weise widerlegt. Nach ihren Erkenntnissen besteht die Welt nicht aus isolierten Einheiten und nicht aus Materie. Sie besteht aus „Einzigartigkeiten in Verbundenheit“ und „schöpferischen Möglichkeiten“. Das heißt für uns Menschen: Jeder und jede von uns ist eine Individualität in Verbundenheit. Isolation ist Illusion.

Leben ist ein schöpferischer Prozess, der immer neue und reichhaltigere Formen hervorbringt. Teilnehmende an diesem Schöpfungsprozess zu sein, bedeutet: Meine Einzigartigkeit macht mit deiner Einzigartigkeit ein „Spiel“. Und in diesem Spiel eines kooperativen Miteinanders erreichen wir gemeinsam eine höhere Ebene, die keiner von uns allein hätte erreichen können. Diese Ebene beschert beiden von uns neue Möglichkeiten und neue Perspektiven.

Jeder Mensch ist ein einzigartiges Kunstwerk

Diese Einzigartigkeit will jedoch erkannt und entwickelt werden. Entwicklung ist ein Prozess des Heil- oder Ganzwerdens. Er beginnt im Innern jedes Einzelnen und setzt sich nach außen in die Gesellschaft hinein fort. Entwicklung ist auch ein Prozess der Bewusstwerdung: der Selbsterkenntnis und Welterkenntnis zugleich.

„Jeder Mensch ist ein Künstler.“

In jedem von uns liegt die Kraft, schöpferisch über das Bestehende hinauszugehen und das Leben neu werden zu lassen – im Innern und im Außen. Schöpferisches Handeln ist zweifach stimmig: Es ist Ausdruck der Überein-Stimmung mit der eigenen Person und trägt als solches gleichzeitig zur „Sozialen Skulptur“ (Beuys), zur größeren Stimmigkeit (oder Menschlichkeit) der gesellschaftlichen Verhältnisse bei.

Das „Atelier“ ist ein Projekt im Rahmen der „Geschenk-Ökonomie“. Die Grundlage der Geschenk-Ökonomie ist das neue Weltbild der Verbundenheit und der Fülle an Möglichkeiten, die wir miteinander und füreinander hervorbringen können.

Bisher haben wir gedacht, wir könnten es uns finanziell nicht leisten, die Dinge zu tun, die uns wirklich am Herzen liegen; wir könnten nichts verschenken, weil wir selbst hart dafür gearbeitet haben. Viele unserer Talente und Ideen lagen und liegen immer noch brach, weil wir Geld verdienen müssen, um überleben zu können.

Aber von Geburt an haben wir auch andere Erfahrungen gemacht: Wir sind und waren immer schon Teilnehmende an einer Geschenk-Ökonomie. Denn alles Wesentliche wurde und wird uns geschenkt: unser Leben, die Fürsorge unserer Eltern, unsere Beziehungen, die Natur, die Luft zum Atmen, unsere Begabungen und Fähigkeiten, das kulturelle Erbe…

Das, was wir als „normal“ ansehen, ist in Wirklichkeit Geschenk. Die Antwort auf ein Geschenk ist Dankbarkeit. Aus Dankbarkeit gebe ich weiter, was mir selbst an Möglichkeiten und Fähigkeiten geschenkt wurde. So kann eine lebendige Dynamik entstehen, die die Fülle von Gaben und Begabungen hervorbringt und weiterfließen lässt.

Was uns daran hindert, im Geist des Schenkens zu leben, ist immer nur die Angst – die Angst nicht genug zu haben und in der Not allein da zu stehen. Aber wir haben es in der Hand, Angst durch Vertrauen zu ersetzen, und so die alte Geschichte des Getrenntseins und der Knappheit umzuschreiben in eine neue Geschichte der Verbundenheit und des „Genug-für-alle“.

© Copyright 2015 by Margit Geilenbrügge